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Wildbienen brauchen Ihre Hilfe PDF Drucken E-Mail

WildbieneDie Honigbiene hat in der Deutschland etwa 580 verwandte Arten. Diese Verwandten nennt man, da sie nicht wie die Honigbiene gezähmt sind, Wildbienen. Sie sind jedoch nicht „wilder“ als andere Bienen, sondern im Gegenteil viel friedlicher als die Honigbiene. Grosse Unterschiede bestehen sowohl im Aussehen und der Grösse, als auch in der Lebensweise der einzelnen Arten. Etwa 80% unserer Blütenpflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Die Hälfte dieser Insekten zählen zu den Bienen. Wildbienen sind ökologisch wichtig, da sie Pflanzen bestäuben, die bei Honigbienen kaum Beachtung finden. Sie tragen zur Artenvielfalt bei und sind dem Menschen in vielen Dingen von Nutzen. Ohne Bienen keine Blumen; ohne Blumen keine Bienen: Seit mehr als hundert Millionen Jahren herrscht zwischen Bienen und Blütenpflanzen eine enge Beziehung, manche sprechen von einer uralten Liebesbeziehung. Ohne die Botendienste der Bienen könnten sich die Blumen nicht fortpflanzen, und ohne die Nektar- und Pollennahrung der Blüten hätten die Bienen nichts zu fressen. Vermutlich gäbe es ohne diese Beziehung heute weder Blumen noch Bienen. Denn beide sind wechselseitig aus dieser Partnerschaft entstanden. Viele Blumen besitzen spezielle, für das menschliche Auge unsichtbare, Ultraviolett-Muster. Diese „Saftmale“ zeigen den Bienen den Weg zu Pollen und Nektar.

. Lebensweise Die meisten Wildbienen leben nicht wie die Honigbiene in Sozialstaaten, sondern allein und deshalb werden sie meistens übersehen. Die allein lebenden Wildbienen kennen keine Brutpflege. Die Weibchen bauen ohne Mithilfe von Artgenossinnen Nester in vorhandenen oder selbst geschaffenen Hohlräumen und legen darin Brutzellen an. Jede Brutzelle wird mit einem Nahrungsvorrat aus Pollen und Nektar versorgt, der von der Larve im Laufe der Entwicklung verzehrt wird. Die höchst interessante Biologie unserer Wildbienen, ihre wichtige Rolle in der Natur, ihr grosser Nutzen für den Menschen, aber auch ihre zunehmende Seltenheit aufgrund menschlicher Eingriffe bleiben oft unbeachtet. Hilfe für die Wildbienen Es gibt vielfältige Möglichkeiten, unsere heimischen Bienenarten zu fördern. Wildbienen sind auf das Vorkommen ihnen zusagender Wildpflanzen in der näheren Umgebung ihres Nistortes angewiesen. Sie profitieren davon, wenn wir das Blütenangebot erhöhen, zum Beispiel durch das vermehrte Dulden von Wildstauden. Auch Küchenkräuter stellen für viele Wildbienen wichtige Nahrungspflanzen dar. Daneben können auf einfache Art Nisthilfen erstellt werden. Die Weibchen sind zur Eiablage auf unterschiedliche Hohlräume angewiesen. Bietet man ihnen an einem sonnigen und vor Regen geschützten, südost- bis südwestexponierten Platz verschiede Nisthilfen an, so lassen sich Wildbienen leicht im Garten ansiedeln. Man kann dabei Kreativität walten lassen. Hartholzstücke mit Bohrlöcher oder Bündel von hohlen Pflanzenstängeln an sonnigen Plätzen aufgestellt, werden gerne als Nistplatz angenommen.

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 25. Januar 2010 um 20:46 Uhr
 

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